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Eskalation zum Burn-out

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"Falls Du eine Rolle übernimmst, die Deine Kräfte übersteigt, so machst Du keine gute Figur und hast außerdem das versäumt, wozu Du eigentlich fähig gewesen wärst."

Epiktet, um 50 - 138 n. Chr., ehamaliger Sklave und griechischer Philosoph, späte Stoiker-Schule

Eine beginnende Hyperaktivität ist ein wichtiger Hinweis, ein Warnzeichen für den möglichen Beginn einer Burn-out-Entwicklung.

Diese Hyperaktivität ist zu unterscheiden von einer Hyperaktivität, die schon immer bestanden hat. In diesem Fall kann die Ursache (eine nicht erkannte) „Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung“ sein. Von ADHS Betroffene sind jedoch besonders burn-out-gefährdet.

Hier ein typischer Verlauf:

  • Verlust der Ideale und Verlust der Hoffnung: Trifft nur dann zu, wenn zu Beginn hochgesteckte Ideale die Triebfeder für Leistung waren.


  • „Die Arbeit frisst mich auf.“ Getrieben von der Arbeit:

     Hyperaktivität und große innere Unruhe

  • Ein Gefühl der Unzufriedenheit


  • Erschöpfung, chronische Müdigkeit, Schlafstörungen


  • Starke Reizbarkeit: Man reagiert über, rastet schnell aus


  • Leistungsabfall, subjektiver Eindruck, nichts mehr auf die Reihe zu bekommen


  • Man fühlt sich in seinen Bedürfnissen nicht gesehen und fühlt sich unverstanden


  • Man fühlt sich ohnmächtig:

     „Ich kann mit meiner Arbeit nichts bewegen.“

  • Man wird „flach“, d.h., müde, unflexibel, apathisch


  • man funktioniert nur noch, ohne selbst zu agieren und zu gestalten „Was mache ich eigentlich?“


  • Rückzug auf allen Ebenen: von Kollegen, Freunden, Bekannten


  • Körperliche Symptome; Beispiele:


    - chronische Schmerzen ohne körperlichen Hintergrund,
      z.B. scheinbare „Bandscheibenvorfälle“

    - Schulter-Arm-Syndrom

    - Verdauungsstörungen

    - Muskelverspannungen

    - Tinnitus (quälende Geräusche im Ohr)

    - Müdigkeit

    - Schlafstörungen (Symptom der Depression)

    - vermehrte „banale“ Infektionen

Diese körperlichen Symptome können unabhängig vom zeitlichen Verlauf des Burn-outs vorkommen, so dass aus ihnen nicht auf den Fortschritt des Burn-outs geschlossen werden kann.

Bild: Eskalation zum Burnout

Im psychischen Bereich tritt Depression mit Denkstörungen (Pseudodemenz) auf, oft gepaart mit Angst- und Panikstörung oder auch Zwangsstörungen.


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